STARTSEITE | ENGLISH VERSION
Labor für Limnische und Marine Forschung  


News
Der Bewuchs-Atlas ist wieder online! [Weiter]
Projekt "CLEAN" - Unterwasserreinigung von Schiffsrümpfen [Weiter]
Verantwortungsvoller Bewuchsschutz [Weiter]
Auflistung von biozidfreien Bewuchsschutz-Verfahren und -Techniken [Weiter]
Zulassung von Antifouling Produkten [Weiter]


Archiv
>> Zum Archiv


Beratung
SUCHE    
 

News: Zulassung von Antifouling Produkten



-->

Zulassung von Antifouling-Bioziden und –Produkten

Aktuell besteht eine gewisse Unsicherheit über die Fragen, welche Antifouling-Biozide in Deutschland noch erlaubt sind, wann und welche Biozide für die Produktgruppe 21 als Biozide zugelassen werden. Zudem besteht immer wieder Unklarheit über die Frage, welche Alt- und Neu-Biozide sich zur Zeit in der Prüfung zur Zulassung befinden.

Aktuell sind die untenstehenden Wirkstoffe/ Biozide für die Formulierung von Antifouling-Produkten zu untersteilen in zugelassene Substanzen (schwarz) und nicht mehr zugelassene Substanzen (rot).

Aktuell gibt es aber noch keine Neu-Zulassungen von Antifoulingprodukten, sondern nur auf der BAuA Homepage eine Liste der verkehrsfähigen Antifouling-Produkte, welche bis 2024 vermarktet werden dürfen, damit es keinen Engpass in der Verfügbarkeit gibt.

Alt- und Neu-Biozide
Es besteht ein Unterschied zwischen "Altwirkstoffen" und "Neuwirkstoffen".
Altwirkstoffe sind Biozid-Wirkstoffe, die bereits vor dem 14. Mai 2000 auf dem Markt waren. Für Altwirkstoffe können Übergangsregelungen in Anspruch genommen werden. Biozid-Produkte mit Altwirkstoffen können, beziehungsweise konnten, bis zu einem bestimmten Stichtag auch ohne eine Zulassung vermarktet werden.
Bei Neuwirkstoffen muss das Biozid-Produkt hingegen erst über eine Zulassung oder Registrierung verfügen, bevor es vermarktet werden darf. Seit dem Jahr 2004 werden Unterlagen vor allem zu alten Biozid-Wirkstoffen geordnet nach Prioritäten bei den Behörden eingereicht. Diese Einreich-Phase ist inzwischen weitgehend abgeschlossen. Die Wirkstoff-Anträge wurden von den Behörden geprüft, und im Kommissionsverfahren wurde von der Europäischen Kommission und den EU-Mitgliedsstaaten über eine Aufnahme der Wirkstoffe in den Anhang der Biozid-Richtlinie 98/8/EG entschieden.

Nicht mehr erlaubte Wirkstoffe
Für einige von diesen Stoffen hat die Kommission bereits die Entscheidung dahingehend getroffen, dass sie nicht in die Anhänge der Richtlinie 98/8/EG aufgenommen werden: Dies sind vor allem jene Wirkstoffe, für die keine Unterlagen für einen Antrag auf Aufnahme in die Anhänge der Richtlinie 98/8/EG eingereicht worden sind. Die Stoffe, die für die Produktgruppe 21 nicht mehr auf den Markt gebracht werden dürfen, sind im Folgenden aufgelistet:

Bis[1-cyclohexyl-1,2-di(hydroxy-.kappa.O)diazeniumato(2-)]-Kupfer
Formaldehyd
Cetylpyridinium chlorid, Captan, N-(trichloromethylthio)phthalimid / Folpet
Ziram, Thiabendazole, Diuron
Zinc sulphid, Chlorothalonil, Fluometuron
Prometryn, Sulphur dioxid, Jod
Natrium hydrogensulphite, Di-Natrium disulphid, Natrium sulphid
Lignin, Kalium sulphid, Dodecylguanidine monohydrochlorid
Chlorotoluron, Di-Kalium disulphid
(Benzothiazol-2-ylthio)methyl thiocyanat
Dimethyloctadecyl[3-(trimethoxysilyl)propyl]ammonium chlorid
3-(4-isopropylphenyl)-1,1-dimethyl Harnstoff / Isoproturon
Cis-4-[3-(p-tert-butylphenyl)-2-methylpropyl]-2,6-dimethylmorpholin / Fenpropimorph
Quaternäre Ammonium Verbindungen, Benzyl-C12-18-alkyldimethyl, chlorid
Quaternäre Ammonium compounds, Benzyl-C12-16-alkyldimethyl, chlorid
Quaternäre Ammonium Verbindungen, Benzyl-C12-14-alkyldimethyl, chlorid
Quaternary Ammonium Verbindungen, C12-14-alkyl[(ethylphenyl)methyl]dimethyl, chlorid
3-Benzo(b)thien-2-yl-5,6-dihydro-1,4,2-oxathiazin,4-oxid
Chloromethyl n-octyl disulfid
4-Bromo-2-(4-chlorophenyl)-1-(ethoxymethyl)-5-(trifluoromethyl)-1H-pyrrol-3-carbonitril / Chlorfenapyr
Homopolymer eines 2-tert-butylaminoethyl methacrylate Polymer
Oligo(2-(2-ethoxy)ethoxyethylguanidinium chlorid) Polymer
Poly(hexamethylendiamine guanidinium chlorid) Polymer

Irgarol
(Quelle: www.baua.de/Biozide/Alt-Wirkstoffe, die nicht in die Anhänge aufgenommen wurden/pdf Dokument)

Zugelassene Wirkstoffe
Im Anhang II der Verordnung (EG) Nr. 1451/2007 sind die Biozid-Wirkstoffe aufgelistet, bei denen sich ein Unternehmen bereit erklärt hat, einen Antrag auf Aufnahme des Biozid-Wirkstoffes in die Anhänge der Richtlinie 98/8/EG zu stellen. Diese "notifizierten" Wirkstoffe sind den "Produktarten" zugeordnet, für die diese Notifizierung gilt, im Fall der Antifoulingfarben ist das Produktgruppe 21. Damit ein Alt-Wirkstoff in biozidhaltigen Antifouling-Produkten vermarktbar sein wird, muss er in diesem Anhang II der Verordnung (EG) Nr. 1451/2007 zu finden sein. Die aktuellen Eintragungen können unter www.baua.de  eingesehen werden.

Anträge zur Aufnahme in die Anhänge für die Produktgruppe 21 wurden bisher für folgende Alt-Wirkstoffe gestellt und wurden von verschiedenen europäischen Zulassungsbehörden geprüft und folgende Wirkstoffe wurden zugelassen:

Kupferthiocyanat
Kupfer-II-oxid
Kupfermetall
Kupferpyridin (Kupferpyrithion) (nur für professionelle Produkte)
Isothiazolinon (DCOIT)
Tolylfluanid (nicht für Süßwasser zugelassen)
Dichlofluanid (nicht für Süßwasser zugelassen)
Zineb
Zinkpyrithion


Als Neu-Wirkstoffe wurden

Tralopyril
Medetomidin

zugelassen.

 


Infos
FIRMENPROFIL
KONTAKT
IMPRESSUM
DATENSCHUTZ
LINKS

Dokumenten-Shop

© LimnoMar, Dr. Watermann