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Archiv: Reinigen oder nicht reinigen?

Da die Wirksamkeit der auf dem Weltmarkt erhältlichen Antifoulingbeschichtungen insofern unbefriedigend ist, als dass sie eine Biofilmbildung nicht verhindern können und es darüber hinaus durch die EU-Biozid-Verordnung zu einer drastischen Reduktion von zulässigen Bioziden kommen wird, gerät die Reinigung als zusätzliches Hilfsmittel oder aber auch als biozidfreie Alternative immer mehr in den Vordergrund.

Seit Jahrzehnten ist es an der Westküste der USA üblich, Sportboote im Wasser zu reinigen. Die Reinigung wird häufig von Sporttauchern auf biozidhaltigen Antifoulingbeschichtungen durchgeführt, mit Ausnahme der Bucht von San Diego, in der kupferhaltige Antifoulingprodukte verboten sind und daher nur biozidfreie Hartbeschichtungen gereinigt werden.

Die US-Umweltbehörde empfiehlt bei der Reinigung von biozidhaltigen Antifoulingbeschichtungen sehr vorsichtig vorzugehen, um zu vermeiden, dass eine „Farbwolke aus abgereinigtem Anstrich“ entsteht, durch die es schlagartig zu einem hohen Eintrag von Kupfer und Ko-Bioziden kommen würde.

Im Gegensatz zu dieser Empfehlung droht im Staate Washington jedem, der sein Boot im Wasser auf einer biozidhaltigen Antifouling reinigt, eine Strafe von 10.000,00 US$.

In den meisten europäischen Ländern ist das Reinigen von biozidhaltigen Anstrichen im Wasser verboten und wird auch nicht regelmäßig praktiziert. A
uf sogenannten nicht bioziden, erodierenden Anstrichen, die hohe Gehalte an Zinkoxid aufweisen, wird die Reinigung dagegen häufig angewandt wenn diese aufgrund zu geringer Schichtdicke oder durch mangelnde Aktivität des Booteigners bewachsen. Eine Reinigung dieser Beschichtungen erzeugt regelmäßig eine große Farbwolke aus abgereinigter Farbe im Wasser.

Zudem ist nach der Gesetzeslage in vielen Ländern eine Reinigung im Wasser problematisch, da der abgereinigte Bewuchs eine Sauerstoffzehrung hervorruft, Schadstoffe aus dem umgebenden Wasserkörper enthalten kann und zudem nicht-heimische Arten aufweisen könnte, die die Reinigung überleben.

Neben der Notwendigkeit, den entfernten Bewuchs aufzufangen, besteht zudem im Salzwasser das Problem, dass auf nicht-toxischen Beschichtungen die notwendigen Reinigungsintervalle bei 2 Wochen im Minimum anzusetzen sind, welche für Sportbootfahrer nicht akzeptabel sind. Daher wird zurzeit intensiv daran geforscht, abriebfeste Hartbeschichungen so auszurüsten, dass die Haftung der Organismen soweit vermindert wird, dass Reinigungszyklen von 1 – 2 Monaten erzielt werden können.

 


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© LimnoMar, Dr. Watermann