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Archiv: San Diego - Finanzieller Anreiz zum Umstieg auf biozidfreie Beschichtungen

Das Shelter Island Yacht Basin im Hafen von San Diego bietet ab Juli Bootseignern einen finanziellen Anreiz zum Umstieg von kupferhaltigen Antifoulingbeschichtungen zu biozidfreien Produkten (Epoxy, Silikone, Polyurethane usw.). Das sogenannte "Hull Paint Conversion Program" (http://www.portofsandiego.org/environment/copper-reduction-program/hull-paint-transition.html) wurde vom State Water Resources Control Board mit ca. 415.000 € ausgestattet, um die Kupferbelastung der Bucht von San Diego zu verringern. Es wird erwartet, dass mit dem vorhandenen Budget ca. 200 - 250 Bootseigner in einem Zeitraum von 3 Jahren zu einem Umstieg angeregt werden können. Das Program bietet ca. 47 € pro Quadratmeter Rumpffläche. Diese würde bei einer Unterwasserfläche von z. B. 30 qm ca. 1.400 € ausmachen. Die Applikation muss von einer der lokalen Bootswerften, die in dem Programm mitarbeiten, vorgenommen werden und die Förderung wird direkt an die Bootswerft und nicht an den Bootseigner gezahlt. Das Programm startete im Juli 2011 und wird bis spätestens Ende Juni 2014 laufen oder wenn die Mittel aufgebraucht sind. Die teilnehmenden Bootseigner sind zudem verpflichtet für einen Zeitraum von 3 Jahren in dem Hafen zu bleiben, andernfalls müssen sie die Förderung zurückzahlen. Es ist damit zu rechnen, dass die biozidfreien Beschichtungen auf Epoxybasis in bestimmten Intervallen gereinigt werden müssen, da sie keine inhärenten Antifoulingeigenschaften besitzen.
Das nun eingerichtete Programm wurde etabliert, nachdem sich durch Messungen herausgestellt hatte, dass die Kupferbelastung im Yachthafen Shelter Island die kalifornischen und Bundesgrenzwerte überschritten hatte. In einer Verordnung wurden die Häfen, Marinas, Vereine, Bootsreiniger (viele Boote werden regelmäßig durch Taucher gereinigt) und Bootseigner verpflichtet, die Kupferbelastung um 76 % bis zum Jahre 2022 zu verringern. Der US-amerikanische Farben und Lackverband äußerte, dass diese Verordnung möglicherweise eine Signalwirkung für andere US-Bundesstaaten und andere Länderbehörden darstellen könnte.


Quelle: Paint Square News, 13. Juli 2011

 


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